Dienstleistungen
Wir arbeiten in sechs Bereichen, die zusammenhängen: Infrastruktur, Plattform, Automatisierung und die Anwendungen, die darauf laufen. Die meisten Projekte berühren zwei oder drei davon, nie alle sechs.
Was unten steht, ist bewusst konkret formuliert. Eine Leistungsseite, die nur aus Schlagworten besteht, hilft niemandem bei der Entscheidung, ob ein Gespräch sich lohnt — und uns auch nicht.
Cloud-Beratung & Migration
Die meisten Cloud-Projekte scheitern nicht an der Technik, sondern daran, dass niemand vorher ausgerechnet hat, was der Umzug kosten soll und woran man erkennt, dass er funktioniert hat. Wir fangen deshalb mit einer Bestandsaufnahme an: Welche Systeme hängen woran, welche Daten dürfen das Rechenzentrum verlassen, und welche Anwendung rechtfertigt den Aufwand überhaupt.
Danach wird migriert, in Schritten, die einzeln zurückrollbar sind. Ein Big Bang über ein Wochenende klingt effizient und ist der Grund, warum manche Unternehmen zwei Jahre später immer noch beide Umgebungen bezahlen.
Wir arbeiten mit Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure und Google Cloud. Welche davon passt, hängt von Ihrem Bestand ab, nicht von unserer Vorliebe — wer schon tief in Microsoft-Lizenzen steckt, fährt mit Azure fast immer günstiger, und das ist ein Argument, das man nicht wegberaten sollte.
Für Google Cloud sprechen vor allem zwei Ausgangslagen. Die erste ist Datenanalyse: Wer große Mengen auswerten will, kommt mit BigQuery schneller und günstiger ans Ziel als mit einem selbst betriebenen Data Warehouse, und das rechtfertigt eine Plattformentscheidung durchaus allein. Die zweite ist Kubernetes — die Google Kubernetes Engine ist die ausgereifteste der drei verwalteten Varianten, was wenig überrascht, weil Kubernetes bei Google entstanden ist.
Dass ein Unternehmen am Ende auf mehreren Anbietern landet, ist dabei die Regel und kein Unfall. Wir planen das offen ein, statt eine Multi-Cloud-Strategie zu verkaufen, die niemand betreiben kann.
Kubernetes & Platform Engineering
Kubernetes löst ein bestimmtes Problem sehr gut: viele Dienste, die unabhängig voneinander deployt und skaliert werden müssen. Für drei Anwendungen und ein festes Team ist es Overhead, den jemand pflegen muss. Diese Frage stellen wir zuerst, auch wenn die ehrliche Antwort manchmal gegen ein Projekt spricht.
Wenn Kubernetes passt, bauen wir es so, dass es ein Team ohne Spezialwissen betreiben kann: GitOps für nachvollziehbare Deployments, sinnvolle Ressourcengrenzen, Autoscaling das nicht bei jedem Lastspitzchen ausschlägt, und Monitoring, das im Ernstfall die richtige Frage beantwortet statt tausend Metriken anzuzeigen.
Dazu gehört auch die Kostenseite. Ein Cluster, dessen Rechnung niemand aufschlüsseln kann, wird irgendwann aus dem falschen Grund abgeschaltet.
DevOps & CI/CD
Die Zeit zwischen fertigem Code und laufender Software ist bei den meisten Teams der teuerste Abschnitt der Entwicklung — und der am schlechtesten gemessene. Wir automatisieren Build, Test und Deployment so, dass ein Release ein normaler Vorgang wird und kein Termin, für den man einen Freitagabend blockt.
Wir arbeiten mit Jenkins, GitHub Actions, GitLab CI und Azure Pipelines. Aus genau dieser Arbeit ist auch CICDX entstanden, unser eigenes Produkt für die automatisierte Migration zwischen diesen Plattformen.
Wichtiger als das Werkzeug ist, was die Pipeline durchsetzt: dass Tests wirklich blockieren, dass Secrets nicht im Log landen und dass jedes Deployment nachvollziehbar auf einen Commit zurückführt.
Individuelle Softwareentwicklung
Wo Standardsoftware passt, sollte man Standardsoftware nehmen. Der Fall für eigene Entwicklung entsteht dort, wo ein Prozess der Kern des Geschäfts ist und ein Produkt von der Stange ihn nur ungefähr trifft — und wo dieses „ungefähr" jeden Tag Arbeitszeit kostet.
Wir bauen solche Anwendungen mit Java und Spring Boot, weil beides in deutschen Unternehmen ohnehin vorhanden ist und Sie deshalb nicht an uns gebunden sind, wenn Sie den Betrieb später intern übernehmen wollen.
Zum Umfang gehört, was danach kommt: Dokumentation, mit der ein anderes Team weiterarbeiten kann, und eine Übergabe, die nicht daraus besteht, ein Repository zu verlinken.
Webentwicklung
Eine Unternehmenswebsite hat zwei Aufgaben: gefunden zu werden und Anfragen auszulösen. Beides hängt an technischen Entscheidungen, die man später nur teuer korrigiert — vor allem daran, ob der Inhalt schon im ausgelieferten HTML steht oder erst im Browser entsteht.
Das ist kein akademischer Punkt mehr. Google verarbeitet JavaScript inzwischen zuverlässig, aber die Crawler von ChatGPT, Claude und Perplexity tun das nicht. Eine rein clientseitig gerenderte Seite ist für sie leer, egal wie gut sie bei Google rankt.
Wir bauen mit React und Next.js und rendern serverseitig. Dazu kommen die Dinge, die in Deutschland ohnehin sein müssen: DSGVO-konforme Einwilligung, korrektes Impressum, saubere strukturierte Daten.
Mobile-App-Entwicklung
Für die meisten Fachanwendungen ist eine gemeinsame Codebasis für iOS und Android die richtige Entscheidung. Zwei native Apps zu entwickeln lohnt sich, wenn die App das Produkt ist und um Details konkurriert. Bei einer App, die einen Geschäftsprozess in die Hand der Mitarbeiter bringt, zahlen Sie damit doppelt für dasselbe Ergebnis.
Wir entwickeln mit React Native und übernehmen den Teil, der erfahrungsgemäß unterschätzt wird: Store-Veröffentlichung, Update-Wege und der Umgang mit Geräten, die drei Android-Versionen hinterherhinken.
Aus eigener Erfahrung — CryptoTarget läuft im Google Play Store, und die Lieferhand-App entstand im selben Haus.
Für wen wir nicht der richtige Partner sind
Für reine Umsetzung nach fertigem Pflichtenheft ohne Rückfragen sind wir zu teuer. Wenn der Weg feststeht und nur noch Hände fehlen, gibt es passendere Anbieter, und wir sagen das im Erstgespräch statt nach drei Monaten.
Ebenso wenig passen wir, wenn eine Technologieentscheidung bereits politisch gefallen ist und nur noch fachlich bestätigt werden soll. Wir kämen dann zu der Antwort, die erwartet wird, oder zu der, die stimmt — und im zweiten Fall wäre das Projekt ohnehin beendet.
Unterhalb von etwa 10.000 Euro Projektvolumen lohnt sich der Aufwand einer sauberen Bestandsaufnahme für Sie nicht. Da ist eine gezielte Beratung von wenigen Tagen der bessere Kauf, und auch die bieten wir an.
Häufige Fragen
In welchen Regionen sind Sie als IT-Beratung tätig?
Unser Sitz ist in Limburg an der Lahn, direkt an der Grenze zum Westerwald. Vor Ort arbeiten wir im gesamten Westerwaldkreis, in Montabaur und Koblenz sowie im Rhein-Main-Gebiet — Frankfurt am Main, Wiesbaden und Mainz. Darüber hinaus arbeiten wir remote in ganz Deutschland. Bei längeren Projekten sind ein bis zwei Tage vor Ort pro Woche üblich, der Rest läuft verteilt.
Wie läuft ein Projekt bei Ihnen ab?
Am Anfang steht ein Gespräch von etwa einer Stunde, kostenlos und ohne Verpflichtung. Danach folgt eine Bestandsaufnahme mit einem schriftlichen Ergebnis: was vorhanden ist, was der Umbau kostet und woran man erkennen wird, dass er funktioniert hat. Erst dann wird umgesetzt, in Abschnitten, die einzeln abnehmbar sind. Am Ende steht eine Übergabe, mit der Ihr Team weiterarbeiten kann.
Was kostet eine Cloud-Migration?
Das hängt vollständig vom Bestand ab, und jede Zahl ohne Bestandsaufnahme wäre geraten. Verlässlich ist die Reihenfolge: Die Bestandsaufnahme ist ein abgegrenztes Paket mit festem Preis und liefert eine belastbare Schätzung für alles Weitere. Danach entscheiden Sie, ob und wie es weitergeht. Wir rechnen nach Aufwand ab, mit vorher vereinbartem Rahmen.
Brauchen wir wirklich Kubernetes?
Oft nicht. Kubernetes lohnt sich, wenn viele Dienste unabhängig voneinander deployt und skaliert werden müssen und ein Team da ist, das die Plattform betreibt. Für drei Anwendungen mit stabiler Last ist es Aufwand ohne Gegenwert. Wir sagen das auch dann, wenn es gegen ein größeres Projekt spricht — ein Cluster, den niemand pflegen kann, ist teurer als die Server, die er ersetzt hat.
Arbeiten Sie auch mit bestehenden internen Teams zusammen?
Ja, das ist der häufigere Fall. Meist geht es darum, ein vorhandenes Team bei einem Thema zu verstärken, das es zum ersten Mal macht, und dabei so zu arbeiten, dass das Wissen im Haus bleibt. Reines Zuliefern ohne Wissenstransfer machen wir nicht — das erzeugt eine Abhängigkeit, die für beide Seiten schlecht altert.
Für wen sind Sie nicht der richtige Partner?
Für reine Umsetzung nach fertigem Pflichtenheft ohne Rückfragen sind wir zu teuer, da gibt es passendere Anbieter. Ebenso wenig passen wir, wenn eine Technologie schon feststeht und nur noch bestätigt werden soll — wir stellen die Frage nach dem Warum, und das ist unbequem, wenn die Entscheidung politisch bereits gefallen ist. Für Projekte mit einem Budget unter etwa 10.000 Euro lohnt sich der Aufwand einer Bestandsaufnahme für Sie nicht.
Passt eines davon zu Ihrem Vorhaben?
Ein Erstgespräch dauert etwa eine Stunde und kostet nichts.
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