Lieferhand

Verifizierte Lieferfahrer für Restaurants in Frankfurt, Wiesbaden, Limburg und deutschlandweit

Ein zweiseitiger Marktplatz, der selbstständige Lieferfahrer mit lokalen Restaurants zusammenbringt. Bezahlt wird pro Lieferung, ohne Provision auf den Bestellwert und ohne Fixkosten — gebaut für Restaurants, die von 30 % Plattformgebühr genug haben.

Technisch liegt das Interessante nicht im Marktplatz, sondern in den Auszahlungen. Über Stripe Connect ist jeder Fahrer ein eigener Zahlungsempfänger mit eigenem Onboarding, Identitätsprüfung und Steuerstatus, und Deutschland ergänzt Anforderungen, die in den meisten Marktplatz-Tutorials schlicht fehlen. Das Geld korrekt zum Fließen zu bringen hat deutlich länger gedauert als die Bestellungen.

Die zweite Lehre war regulatorisch statt technisch. Wer Ausweise und Führerscheine prüft, verarbeitet genau die Kategorie personenbezogener Daten, die ein Löschkonzept, Auftragsverarbeitungsverträge und eine belastbare Rechtsgrundlage verlangt — bevor sich der erste Fahrer anmeldet, nicht danach. Das von Anfang an einzubauen hat Wochen gekostet. Es nachzurüsten hätte das Projekt gekostet.

Die dritte Lehre betraf den Zuschnitt. Ein zweiseitiger Marktplatz hat ein Henne-Ei-Problem: Ohne Fahrer kommen keine Restaurants, ohne Restaurants bleiben keine Fahrer. Der Reflex ist, beide Seiten gleichzeitig zu bewerben und beides halb zu bekommen. Wir haben stattdessen einen Landkreis vollständig aufgebaut, bevor der zweite überhaupt freigeschaltet wurde. Dichte in einem kleinen Gebiet schlägt Präsenz in einem großen — beim Ausliefern buchstäblich, weil kurze Wege der ganze Unterschied zwischen rentabel und nicht sind.

Technisch ist die Anwendung ein Spring-Boot-Backend auf Kubernetes mit einer React-Native-App für die Fahrer. Bewusst unspektakulär: Ein Marktplatz mit vierstelligen Nutzerzahlen braucht keine ereignisgesteuerte Architektur, und jede Komponente, die man weglässt, muss man nachts nicht reparieren.

Für unsere Beratungsarbeit ist Lieferhand vor allem der Beleg für die unbeliebten Teile: Zahlungsabwicklung mit echtem Geld, DSGVO mit echten Ausweisdaten, App-Veröffentlichung mit echten Store-Ablehnungen. Das sind genau die Stellen, an denen Projekte teurer werden als geplant — und wir haben sie selbst bezahlt.

Technik

Spring Boot 3.4 · Java 21 · Kubernetes · Stripe Connect · React Native · DSGVO

Welche Leistungen darin stecken

Lieferhand ist nicht nebenbei entstanden, sondern mit denselben Verfahren, die wir in Kundenprojekten anwenden. Diese drei Bereiche tragen das Produkt — und in einem Projekt bei Ihnen wären es dieselben:

Individuelle Softwareentwicklung

Fachanwendungen in Java und Spring Boot, für Prozesse, die kein Standardprodukt abbildet.

Zur Leistung

Kubernetes & Platform Engineering

Cluster, die im Betrieb halten — inklusive der Frage, ob Sie überhaupt einen brauchen.

Zur Leistung

Mobile-App-Entwicklung

Apps für iOS und Android aus einer Codebasis — React Native.

Zur Leistung

lieferhand.de

Dieselbe Arbeit für Ihr Unternehmen

Was in Lieferhand steckt, ist dieselbe Arbeit, die wir für Kunden machen. Wenn Sie vor einer vergleichbaren Aufgabe stehen, sprechen wir gern darüber — auch über die Teile, die beim ersten Anlauf nicht funktioniert haben.

Wir betreiben unsere Produkte selbst: eigene Cloud-Rechnungen, eigene Cluster, eigene Bereitschaft, eigene Datenschutzkonzepte gegenüber echten Nutzern. Das ist der Grund, warum wir bei Architekturentscheidungen auch die laufenden Kosten und den Betriebsaufwand benennen können und nicht nur die Bauzeit — die Rechnung kommt bei uns an derselben Stelle an wie bei Ihnen.

Ein erstes Gespräch dauert etwa eine Stunde, kostet nichts und endet mit einer Einschätzung. Auch dann, wenn diese lautet, dass sich Ihr Vorhaben in der gedachten Form nicht rechnet.

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Weitere Produkte

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